Eine außergewöhnlich bewegende Veranstaltung fand am Dienstag, den 14.5. in der Aula unserer Schule statt: Der Schauspieler Thomas Darchinger las aus der Autobiografie „Das andere Leben“ des Holocaust-Überlebenden Solly Ganor vor, musikalisch begleitet von Wolfgang Lackerschmid am Vibrafon. Das Publikum, vorwiegend Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 8 bis 12, waren von der Atmosphäre, die das Live-Hörspiel erzeugte, beeindruckt. „Dass das Erzählte wirklich passiert ist, ist
unvorstellbar“, so der Kommentar von Schülern einer 9. Klasse.
Schwer zu ertragen sind die Beschreibungen der menschenunwürdigen Lebens- und Arbeitsbedingungen im Außenlager des Konzentrationslagers Dachau, wohin der Jugendliche im Viehwaggon verfrachtet wird. Noch beklemmender wirken die Schilderungen der sadistischen Grausamkeiten des deutschen Wachpersonals: Solly Ganor muss miterleben, wie sein Lehrer grundlos erschossen wird, er verliert seinen Freund, der wegen einer Lappalie bestraft und von flüssigem Beton lebendig begraben wird. Die Zuhörerinnen und Zuhörer atmen gewissermaßen auf, als Ganor auf einem Todesmarsch der Gefangenen Richtung Alpen von amerikanischen Soldaten endlich befreit wird, mit den Worten: „You’re free kid, you’re free!“
Man hätte während der knapp anderthalbstündigen Veranstaltung eine Stecknadel fallen hören können, so gebannt verfolgte das Publikum den Vortrag. Am Schluss ergriff Darchinger die Gelegenheit, an die Schülerschaft zu appellieren, unsere Demokratie zu verteidigen, auch wenn diese keine Garantie auf ein perfektes Leben biete und manchmal unbequem sei. Er warnte eindringlich davor, eine Diktatur als „etwas Cooles, etwas Lässiges“ zu verstehen. Sein eindrückliches Plädoyer dafür, Informationen genau zu prüfen, einander zuzuhören und Toleranz zu entwickeln, beendete der Schauspieler mit den Worten „Vielfalt ist das Herz der Demokratie“.
Die Veranstaltung zur Förderung demokratischen Bewusstseins wird von namhaften Politikern unterstützt, u. a. der Ministerpräsidentin Malu Dreyer als Schirmherrin dieser Demokratiekampagne, deren Motto „Erinnern - Fühlen - Verstehen - Handeln“ lautet. Ein großer Dank geht an Jasmin Straßburger, die das Live-Hörspiel an unsere Schule holte und organisierte, sowie das Bundesprogramm „Demokratie leben!“, das die Finanzierung der Aufführung übernahm.
J. Bartolosch
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