Heute haben wir einen Ausflug in die bildschöne Metropole Saint Louis, die am Mississippi liegt, gemacht. Unsere Fahrt begann um halb sechs morgens (!) auf dem Parkplatz des IVCs und von da aus sind wir mit einem typischen amerikanischen gelben Schulbus in Richtung Westen aufgebrochen. Leider zählt diese Art von Schulbussen nicht zu den bequemsten der Welt, was das Schlafen im Bus zu einer halsbrecherischen Herausforderung machte. Gegen neun Uhr trafen wir im ersten Museum ein, indem es um ein Volk von amerikanischen Ureinwohner ging, die vor ein paar hundert Jahren an den Ufern des Mississippi eher hausten als wohnten. Wir lernten, dass diese Ureinwohner in relativ gut funktionierenden „Städten“ lebten und große Hügel aus Erde aufschütteten um ihren Häuptling zu ehren, das Haus des Häuptlings stand anschließend auf dem größten dieser Hügel. Nach dem wir nach dem Museum (indem es auch Nachbildungen von halbnackten Ureinwohnern gab) auch noch einen dieser Hügel „besichtigt“ hatten, fuhren wir mit dem Bus ins Zentrum von Saint Louis und besichtigten dort das City Museum. Dieses „Museum“ war jedoch mehr ein großer Abenteuerspielplatz für Kinder, auf dem wir für knapp drei Stunden wie fünfjährige umhertollten (geiles Wort, oder?). Anschließend guckten wir noch beim Arch am Ufer des Flusses vorbei und fuhren mit einem gruseligen alten Aufzug bis an die Spitze des Memorial Bogens und genossen von dort aus den Ausblick auf Saint Louis und Umland (der Aufzug war eine wahre Qual für Menschen mit ausgeprägter Höhenangst (wie zum Beispiel Marvin)). Dann ging’s für uns auch schon wieder zurück in den Luxusbus und wir meisterten die dreieinhalb Stunden zurück nach Chillicothe mit jugendlicher Leichtigkeit. It was just another day in paradise.
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